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Events & Feste in Vietnam 2026: Wann sich die Reise wirklich lohnt

Events & Feste in Vietnam 2026: Wann sich die Reise wirklich lohnt

Warum sich dein Vietnam-Trip um Feste und Events drehen sollte

Die meisten tippen erst mal „beste Reisezeit Vietnam“ in die Suchleiste und landen dann bei Tabellen mit Regenzeiten. Hilft schon. Aber die Momente, an die du dich in zwei Jahren noch erinnerst, sind selten: „Ah ja, 27 Grad, leicht bewölkt.“ Sondern: Straßen voller Laternen. Feuerwerk über dem Hoan-Kiem-See. Eine Neon-Skyline, über der plötzlich hunderte Drohnen Formationen fliegen.

Ich habe irgendwann gemerkt: Wenn ich meine Route um bestimmte Feste lege statt nur um Flugpreise, kippt so ein Vietnam-Trip plötzlich in eine andere Liga. Klar, es ist voller, manchmal teurer, manchmal auch komplett chaotisch. Aber du stehst eben nicht einfach „irgendwo in Asien“, sondern mitten in einem Land, das gerade kollektiv feiert.

2026 wird spannend: das klassische Tet-Fest, viele lokale Kulturfeste, dazu moderne Shows wie die Drohnen-Spektakel in Ho-Chi-Minh-Stadt. Gleichzeitig explodieren an manchen Tagen die Preise, Züge sind dicht, und bestimmte Stadtviertel fühlen sich an wie ein Konzertgelände.

Dieser Text ist deshalb weniger romantischer Reisebericht, mehr kompakte News-Übersicht für deinen Kalender: Was lohnt sich, was ist neu, wo zieht der Preis an – und wie du trotzdem halbwegs entspannt und bezahlbar durchkommst, auch wenn du kein Vietnam-Profi bist, sondern einfach „irgendwas in Südostasien“ planst.

Und ja, es gibt Hoffnung für alle, die beim Wort „Menschenmassen“ innerlich abtauchen. Wer lieber nach Tet-Trubel wieder in ruhigere Ecken flüchtet, kann sich den Artikel Vietnam 2026 ohne Selfie-Massen: Die günstigsten Geheimtipps im Norden und an der Zentralküste vormerken.

Wenn du dagegen Lust auf volle Straßen, Lichtershows, Feuerwerk und sehr viel Essen hast, bist du hier goldrichtig. Und selbst wenn nicht: Du kannst dir gezielt raussuchen, wann du besser einen Bogen machst.

Tet, Laternen & Dorf-Feste: Vietnams Klassiker, die deinen Urlaub komplett verändern

Tet ist das vietnamesische Neujahr, fällt nach Mondkalender meist auf Ende Januar oder Februar und ist, ohne Übertreibung, das wichtigste Fest des Landes. Silvester bei uns wirkt dagegen fast wie ein Aufwärmprogramm.

Um Tet herum passiert gleichzeitig alles und nichts. Alles, weil: Busse voll, Züge ausgebucht, Märkte komplett überladen, alle kaufen Geschenke, Blumen, Glücksdeko. Nichts, weil: Restaurants plötzlich zu, deine Lieblings-Banh-Mi-Bude hat ein „geschlossen für Tet“-Schild, und du stehst um 19 Uhr in Hanoi in einer Straße, die sonst nie leer ist – true story.

Ich stand mal genau so in einer Gasse nahe der Altstadt. Kein Motorengeräusch, keine hupenden Scooter, nur ein paar Lampions im Wind. Zehn Minuten später knallte über der Stadt das Feuerwerk los, irgendwo schrie ein Kind vor Begeisterung und aus drei verschiedenen Wohnungen kam gleichzeitig Karaoke. In dem Moment war mir völlig egal, dass mein Nachtzug drei Tage vorher doppelt so teuer war.

Rund um Tet drehen die Preise deutlich hoch. Mein Standard-Gästehaus in Hanoi hat einmal von etwa 20 auf 30 Euro pro Nacht gezogen, Inlandsflüge kosteten auf der „nach Hause zu den Eltern“-Achse plötzlich schnell 40–50 Prozent mehr. Nachtzüge waren einige Tage vorher und nachher schlicht ausverkauft.

Ein paar Dinge, die mir geholfen haben, nicht komplett im Chaos zu versinken:

Ich buche Nachtzüge inzwischen mindestens zwei Wochen vorher, wenn Tet naht. Homestays schreibe ich direkt per Mail oder Chat an, gerade in kleineren Orten ist das persönlicher und man bekommt ehrliche Ansagen wie: „Wir nehmen über Tet nur Familien, komm lieber zwei Tage später.“ Spontan noch einen Bus am Vorabend zu finden, hat einmal dazu geführt, dass ich in einem völlig überfüllten Minibus auf einer Bierkiste saß. Kann man machen, muss man nicht zweimal.

Neben Tet gibt es die etwas „instagrammigeren“ Klassiker. Hoi An mit seinen Laternenfesten zum Beispiel: an bestimmten Abenden im Monat werden am Fluss Lichter ausgeschaltet, Laternen angeznüdet, Boote treiben mit schwimmenden Kerzen. Ja, touristisch. Aber wenn du einmal abseits des direkten Flussufers durch die Nebenstraßen schlenderst, ist es plötzlich deutlich entspannter und immer noch ziemlich magisch.

In Hanoi sind die Wasserpuppenspiele wiederum ein guter, wetterfester Fixpunkt. Die Shows laufen das ganze Jahr, aber rund um große Feiertage sind sie schnell ausgebucht und oft ein bisschen ausgelassener. Ich habe an Tet-Abendvorstellungen gemerkt, dass der Saal halb aus Familien bestand, die laut gelacht haben – komplett andere Stimmung als an einem zufälligen Dienstag im Juni.

Solche Feste eignen sich perfekt, um deine Route zu verankern: erst ein paar Tage Norden, dann Zentralküste mit Hoi An, danach in den Süden. Wer zwischendurch Luft holen will, hangelt sich von Tet-Stimmung zu ruhigeren Ecken. Für genau diese Kombi aus Festival & Leere ist der Artikel Geheimtipps im Norden und an der Zentralküste ziemlich praktisch.

Um nicht völlig den Überblick zu verlieren, packe ich alle Daten inzwischen in einen simplen Online-Trip-Planer. Ein Tool wie der Trip Planner von HikersBay reicht locker: Tet-Datum rein, Laternenfeste, dazu grobe Transporttage, Budgetnotizen – fertig ist die Timeline, ohne dass man zehn Excel-Tabellen jonglieren muss.

Drohnen-Spektakel in Ho-Chi-Minh-Stadt: Vietnams futuristische Show im 2026-Kalender

Wenn Tet der traditionelle Herzschlag ist, dann sind die Drohnen-Shows in Ho-Chi-Minh-Stadt das neonfarbene Zukunfts-Intro. Stell dir vor: Über dem Saigon-Fluss steigen nachts hunderte, teilweise tausende Drohnen auf, bilden Drachen, Schriftzeichen, abstrakte Formen. Dazu Musik, Boote auf dem Wasser, die Skyline von District 1 im Hintergrund. Klingt nach Sci-Fi, fühlt sich live aber eher nach Gänsehaut und leichtem „Wie machen die das?!“ an.

Ab 2025 hat die Stadt angefangen, solche Shows häufiger bei großen Anlässen zu bringen – Nationalfeiertage, Jahreswechsel, manchmal zu speziellen Stadtjubiläen. 2026 wird das weitergehen, der Trend ist ziemlich klar: weniger klassische Feuerwerke, mehr Drohnen, weil moderner, besser steuerbar, umweltfreundlicher.

Die Stadt kippt an solchen Abenden einmal komplett in Eventmodus. Rooftop-Bars rund um den Fluss verlangen plötzlich Einlassgebühren, die sie sonst nur an Silvester nehmen. Hotels in District 1 machen „View-Pricing“, also Zimmer mit Fluss- oder Skylineblick deutlich teurer. Ich habe einmal für ein Zimmer, das mich im Vormonat knapp 40 Euro gekostet hat, während einer Show-Woche fast 55 Euro gezahlt – gleicher Laden, gleiche Matratze, nur mit Bonus-Drohnen am Himmel.

Grab-Fahrten (das lokale Uber) werden teurer, manche Fahrer lehnen Kurzstrecken ins Zentrum einfach ab, weil sie im Stau festhängen würden. Die Uferpromenade entlang der Fußgängerzone ist zum Teil so voll, dass du dich nur noch im Takt der Masse bewegst.

Trotzdem lohnt sich das Spektakel, wenn du halbwegs vorbereitet bist. Ein paar Dinge, die sich bei mir bewährt haben: früh buchen (klar), aber nicht unbedingt direkt in District 1. Ein Hotel etwas weiter in District 3 oder 4 ist oft günstiger, und mit einem 15-Minuten-Grab oder einem Spaziergang bist du trotzdem schnell an der Uferzone. Gute Blickpunkte sind Brücken oder Parks leicht abseits der offiziellen Viewing-Zonen. Ja, du siehst die Drohnen vielleicht minimal kleiner – aber du stehst nicht eingeklemmt zwischen Selfie-Sticks.

Solche Tech-Events lassen sich gut mit einem ruhigeren Naturtrip im selben Jahr kombinieren. Wenn du nach Neon und Drohnen wieder Meer und Fische brauchst, können dir Artikel wie Top 15 Schnorchelspots auf den Kanaren 2026 oder Schildkröten, Rochen & Engelhaie eine Idee geben, wie man „Event plus Meer“ in einem Jahr unterbringt. Erst Drohnenshow in Saigon, später Schildkröten über dir im Atlantik – der Kontrast ist ziemlich herrlich.

So planst du deinen Vietnam-Urlaub um Feste herum – ohne dein Konto zu sprengen

Mein teuerster Fehler war ein Rückflug, der genau auf Tet fiel. Ich hab es zu spät gemerkt, plötzlich waren die paar Tage davor komplett überteuert, mein Inlandsflug nach Saigon hatte sich fast verdoppelt, und ich habe eine halbe Nacht mit Umbuchungen verbracht. Am Ende stand ich mit einem neuen Ticket da und einem Konto, das aussah, als hätte es selbst Tet-Kater.

Seitdem plane ich anders herum: Erst die Feste, dann die Route, dann die Flüge. Also: Tet-Datum checken, Drohnen-Shows und Laternenfeste grob im Kalender markieren, dazu vielleicht ein, zwei Dorf- oder Stadtfeste, die dich interessieren. Danach schaue ich, welche Strecke sinnvoll ist – etwa: Ankunft im Süden, dann hoch in die Mitte, Tet im Norden, oder umgekehrt.

Flüge und Unterkünfte fixiere ich erst, wenn die grobe Dramaturgie steht. Feiertage sind kein Grund, Vietnam zu meiden. Sie ändern nur die Regeln: mehr Menschen, mehr Stimmung, weniger spontane Entscheidungen. Wenn in Hoi An genau an deinem Ankunftsabend Laternenfest ist, bleib halt direkt drei Nächte. Spart dir das Hin- und Her und du kannst einen Tag später günstigeren Transport nehmen.

Unterkünfte reserviere ich zum Tet und rund um große Events inzwischen einige Wochen vorher. Nicht alles, aber die Hotspots. Für Inlandsflüge lasse ich mir ein paar Tage Spielraum, verschiebe notfalls eine Stadt nach vorne oder hinten. Statt fünf Städte in zehn Tagen zu quetschen, bleibe ich lieber an Orten etwas länger, an denen wirklich etwas los ist.

Ein Online-Trip-Planer hilft, wenn plötzlich fünf Kalender-Layer übereinanderliegen: Festivaltermine, Transport, Budget, To-Do-Links. Ich packe alles in eine Timeline, klebe mir notfalls noch Screenshots dazu und sehe sofort, wo es zu eng oder zu teuer wird.

Falls du nach der Tet-Eskalation lieber ein paar komplett leere Strände und günstige Homestays willst, ist der oben erwähnte Artikel zu den Vietnam-Geheimtipps ohne Selfie-Massen deine Ausstiegstür. Wenn du eher Team Meer & bunte Fische bist, heb dir die Kanaren-Artikel mit den Schnorchelspots und Unterwasserstars für später im Jahr auf – perfekt als Gegenprogramm zur Roller-Hupe in Hanoi.

Unterm Strich bleibt: 2026 gibt es wirklich keine gute Ausrede mehr, „aus Versehen“ am wichtigsten Fest des Landes vorbeizureisen. Außer du stehst ernsthaft auf komplett leere Straßen – dann lies das alles hier einfach als Warnhinweis.

Über den Autor

Sebastian Boguszewicz

Reisender und Reisefotograf. Software-Architekt, Schöpfer von welt-preise.de und der Reiseplattform hikersbay.com.